Alle Kreditkarten im Vergleich:

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Wie funktioniert die Kreditkarte ohne Plastik?

Für die Zahlung mit der Kreditkarte braucht man (zumindest Online) nicht unbedingt eine physische Plastikkarte. Die für das Kreditkwesen relevanten Daten – also Kreditkartennummer, Gültigkeitsdatum und Prüfziffer – reichen im Grunde aus.

Seit einigen Jahren hat sich daher auf dem Kreditkarten-Markt die Form der virtuellen Kreditkarte etabliert. Dabei handelt es sich um guthabengeführte Karten, die (ähnlich der Prepaid Kreditkarte) vorher aufgeladen werden müssen.

Der große Vorteil: Die Gefahr in die Schuldenfalle zu rutschen ist anders als bei „echten“ Kreditkarten nicht gegeben, da nur das Geld ausgegeben werden kann, das auf der Karte vorhanden ist. Allerdings ist dafür eine eigentliche Kreditfunktion (mit Limit, etc.) nicht gegeben – so ist die Reservierung von Mietwagen und Hotels nicht möglich.

Eigentliches Einsatzfeld für die virtuelle Kreditkarte bleibt also das Online Shopping. Insbesondere durch das Aufkommen von Smartphones rückt aber auch der Einsatz für App-Stores und Musik ins Blickfeld.

Eine virtuelle Kreditkarte kann somit insbesondere für Jugendliche eine Alternative sein. So bewirbt zum Beispiel die netbank ihre virtuelle Kreditkarte sogar als Taschengeldkonto mit optionaler Jugendschutzunktion.

Vergleich virtueller Kreditkarten

Planung vergleich

Der Markt für virtuelle Kreditkarten ist noch verhältnismäßig klein. Ein Vergleich beschränkt sich dementsprechend auf nur wenige Anbieter.

Die bekannteren Angebote sind von der wirecard Bank (mywirecard und mpass), der netbank und neteller. Je nach Vorlieben kann der Kreditkarten Vergleichsrechner zurate gezogen werden. Allerdings sind die Angebote hinsichtlich der Konditionen recht ähnlich.

Ein genauer Vergleich der virtuellen Kreditkarten wird im Verlauf des Artikels durchgeführt und am Ende in einem Fazit zusammengefasst.

Test virtueller Kreditkarten

Provision, Testsieger

Da es sich bei der virtuellen Kreditkarte um ein relativ neues Produkt handelt und die Nachfrage noch recht gering ist, gibt es kaum unabhängige Testergebnisse.

Der Test der Finanzplattform finanztip.de kommt zum Fazit, dass sich virtuelle Kreditkarten (bisher) nur bedingt lohnen. Einsatzgebiet ist insbesondere das Online-Shopping für alle, die aufgrund eines schlechten SCHUFA-Scores keine „echte“ Kreditkarte bekommen können.

Ist die virtuelle Kreditkarte sofort einsetzbar?

Frage, Fragezeichen, wie?

Die Frage nach der Zeit zwischen Beantragung und möglicher Nutzung von virtuellen Kreditkarten kommt häufig auf und ist nicht leicht zu beantworten.

So bekommt man die nötigen Kreditkarten-Daten nach Beantragung einer virtuellen Kreditkarte zwar in der Regel recht schnell, da die SCHUFA-Prüfung umgangen werden kann. Allerdings muss man danach zunächst Guthaben auf die Karte laden.

Das dauert dann je nach Anbieter und Zahlungsmethode häufig  1-3 Tage. Sofort einsatzbereit ist also auch eine virtuelle Kreditkarte leider nicht.

Anonym ohne Postident

anonym, Anonymous

Großer Vorteil von virtuellen Kreditkarten: Ein Postident-Verfahren für die Legitimationsprüfung ist zunächst nicht nötig.

Die Legitimationsprüfung an sich darf jedoch auch bei einer virtuellen Kreditkarte nicht gänzlich umgangen werden. Hier ist das Geldwäschegesetz relevant. Für die Identifizierung dient bei der Aufladung der virtuellen Kreditkarte dann das Referenzkonto (Girokonto).

Aus dem gleichen Grund sind zunächst nur Aufladungen (ohne eigenes Girokonto) von maximal 100€ möglich. Die netbank ermöglicht eine dauerhafte Nutzung ihrer virtuellen Kreditkarte ohne Angabe eines Referenzkontos, solange die 100€ Guthaben nicht überschritten werden.

Nach Legitimation über das Girokonto beschränkt sich die jährliche Auflade-Summe auf 2500€. Soll die Karte darüber hinaus genutzt werden, ist eine Identifikation per Post- oder Videoident nötig.

Ohne SCHUFA?

Schufa

Virtuelle Kreditkarten funktionieren wie Prepaid Kreditkarten. Das heißt, dass nur das Geld ausgegeben werden kann, das vorher auf die Karte aufgeladen wurde.

Da somit kein Kredit im eigentlichen Sinne gewährt wird, ist eine Abfrage bei der SCHUFA nicht nötig. Virtuelle Kreditkarten gibt es somit ohne Bonitätsprüfung. So haben selbst Menschen in der Privatinsolvenz die Möglichkeit, eine Kreditkarte zu nutzen.

Allerdings gibt es auch echte Kreditkarten für alle, die einen schlechten SCHUFA-Score haben:

Bei der Advanzia MasterCard Gold wird zwar eine Abfrage durchgeführt, allerdings ist das Ergebnis in der Regel irrelevant für den Kartenerhalt. Schlechte Werte äußern sich hier höchstens bei der (zunächst niedrigen) Höhe des gewährten Limits.

Virtuelle Kreditkarte kostenlos?

Kostenlos, 0, €

Es gibt keinerlei Kreditkarten auf dem Markt, die für jeglichen Einsatz kostenlos sind. Virtuelle Kreditkarten kommen dafür jedoch in der Regel ohne Jahresgebühren aus.

Einzig die netbank verlangt für ihre virtuelle Kreditkarte Jahresgebühren in Höhe von 7,50€. Alle anderen Angebote auf dem Markt sind zunächst kostenlos. Allerdings können trotzdem einige Gebühren auf die Nutzer zukommen.

Je nach Angebot fallen Kosten für folgende Dienste an:
•    Aufladung
•    Einsatz in Fremdwährung (Auslandseinsatz)
•    Rücküberweisung aufs Referenzkonto
•    Längere Nichtnutzung der Karte

Ohne Limit?

Ende, unten, Limit

Das Limit bei echten Kreditkarten beschreibt den verfügbaren Rahmen, der monatlich für die Zahlungen eingeräumt wird und sich in der Regel nach dem Gehalt des Nutzers richtet.

Bei virtuellen Kreditkarten ist mit Limit allerdings die maximale Einsatzhöhe für die Nutzung gemeint. Die ist (gesetzlich bedingt) bei allen Karten, bei denen kein Postident angewendet wurde auf 2500€ pro Jahr beschränkt.

Darüber hinaus gibt es besondere Premium-Angebote bei einigen virtuellen Kreditkarten. Dann ist das Limit entsprechend höher. Aber auch hier gibt es nach wie vor Einschränkungen (tägliche Zahlungen, maximale Einzahlungen, etc.), die sich je nach Anbieter voneinander unterscheiden.

Kreisdiagramm online einkäufe

Ein Großteil der Online Einkäufe wird mit Online-Zahlsystemen wie PayPal getätigt

In einer Umfrage gaben über 40% der Befragten an, für die Bezahlung im Online-Handel auf Bezahlsysteme wie PayPal, giropay oder SOFORTÜberweisung zurückzugreifen. Immerhin 29% der Deutschen kaufen auf Rechnung.

Die Kreditkarte wird lediglich von 9% der Nutzer zum Bezahlen eingesetzt. Allerdings ist die Karte (egal ob in Plastik oder virtueller Form) nach wie vor Voraussetzung – insbesondere beim Einkauf in vielen außereuropäischen Online-Shops.

Wird die Kreditkarte lediglich für den Online Einkauf eingesetzt, kann es sich durchaus lohnen, ein Auge auf den Markt der virtuellen Kreditkarten zu werfen. Hier werden lediglich die benötigten Kreditkarten-Daten mitgeteilt. Eine Plastikkarte erhält der Nutzer nicht.

Großer Vorteil: Die Karte kann entsprechend nicht verloren gehen oder aus der Tasche gestohlen werden. Ein Missbrauch der Daten ist jedoch trotzdem möglich. Dabei reicht schon ein einziger Einkauf bei einem unseriösen Webshop!

Welche Kosten fallen bei virtuellen Kreditkarten an?

Virtuelle Kreditkarten sind zwar häufig zunächst kostenlos zu beantragen – es fallen also keine Jahresgebühren an – allerdings werden für den Einsatz trotzdem Gebühren erhoben.

Alle Anbieter verlangen unter anderem Gebühren für den Einsatz in Fremdwährung (außerhalb des Euro-Raums). Das gilt zum Beispiel bei einem Einkauf in einem Online-Shop, der sich in den USA befindet. Darüber hinaus verlangt die wirecard Bank für die Auflandung der mywirecard 1€ pro Überweisung. Auch für alternative Auflade-Formen (z.B. Bar) werden Gebühren erhoben.

Kosten wie Teilzahlungsgebühren kommen bei virtuellen Kreditkarten nicht in Frage, da kein echter Kredit gewährt wird. Auch Barzahlungsgebühren müssen lediglich berücksichtigt werden, wenn zusätzlich (zur virtuellen) eine echte Plastikkarte dazu bestellt wird.

Dafür erheben einige Anbieter Kosten, wenn die virtuelle Kreditkarte über längere Zeit ungenutzt bleibt und nach wie vor Guthaben auf dem Konto ist. Die Grenze dafür schwankt zwischen 6 und 14 Monaten der Inaktivität.

Jahresgebühren

Laufzeit, Zukunft

Für virtuelle Kreditkarten werden in der Regel keine festen Jahresgebühren erhoben. Einzige Ausnahme bildet die netbank.

Bei der netbank kostet die virtuelle Kreditkarte 7,50€ im Jahr. Die Angebote von neteller und der wirecard Bank (mywirecard und mpass) sind kostenlos. Allerdings fallen z.B. bei neteller Kosten an, wenn die virtuelle Kreditkarte über einen längeren Zeitraum nicht genutzt wird und nach wie vor Guthaben auf der Karte vorhanden ist.

Auslandseinsatzgebühren

Globus, Welt, Ausland

Alle virtuellen Kreditkarten verlangen Geld für den Einsatz in Fremdwährung. Das bedeutet, dass auch bei Online Zahlungen in ausländischen Shops Kosten entstehen.

Diese orientieren sich meist an den Auslandseinsatzgebühren von normalen Kreditkarten und liegen bei 1,5% bis 2% der Gesamtsumme. Einzig neteller ist teurer – hier werden 3,09% Gebühren in der Basisversion fällig. Ein Einkauf (z.B. in einem Online Shop in den USA) in Fremdwährung wird zunächst in Euro umgerechnet (hier zum Nachrechnen). Darauf werden dann die Gebühren erhoben.

Ein Einkauf über $100 kostet also 90,11€ (Umrechnungskurs vom 07.07.2016). Wird zum Beispiel mit der virtuellen mpass MasterCard bezahlt (1,5% Fremdwährungsgebühren) werden circa 1,35€ Gebühren fällig.

Bargeldgebühren?

Bargeld, Automat, Geldautomat, Bezug

Das Abheben von Bargeld ist mit einer virtuellen Kreditkarte nicht möglich, da keine Plastikkarte vorhanden ist. Allerdings kann diese bei einigen Anbietern optional dazu bestellt werden.

So besteht zum Beispiel die Möglichkeit für Inhaber der mywirecard zusätzlich eine Plastikkarte anzufordern. Diese kostet dann allerdings 24,90€ Jahresgebühr. Dafür werden damit Zahlungen im Einzelhandel oder Restaurants sowie Bargeldabhebungen möglich. Für Bargeldabhebungen werden dann Bargeldgebühren von 2%, mindestens jedoch 4,50€ pro Abhebung fällig.

Gebühren für das Aufladen

Sprit, tanken, Rabatt, Tankrabatt

Große Unterschiede gibt es bei den Konditionen für das Aufladen der verschiedenen virtuellen Kreditkarten.

Am günstigsten ist dabei eindeutig die virtuelle mpass MasterCard. Hier ist die Einzahlung per Überweisung, Sofortüberweisung und Lastschrift (hierfür ist eine Bonitätsprüfung nötig) kostenlos. Bei der mywirecard werden 1€ pro Überweisung (oder Sofortüberweisung) verlangt. Bargeldaufladungen (z.B. an einigen Tankstellen möglich) kosten 4% der Gesamtsumme.

Am teuersten (sofern man nicht die kostenlose Einzalung per Sofort-/Überweisung wählt), jedoch am flexibelsten ist das Aufladen des neteller Kontos. Hier kann zum Beispiel Geld über eine paysafecard (7% Gebühren) aufgeladen werden, sogar die Aufladung über Bitcoins ist möglich. Einen Überblick über alle Einzahlmöglichkeiten und entsprechenden Gebühren gibt es hier.

Gebühren bei Inaktivität der virtuellen Kreditkarte

Glocke, Start, Beginn

Wird die virtuelle Kreditkarte über längere Zeit nicht für Zahlungen eingesetzt, verlangen die Betreiber sozusagen Kontoführungsgebühren, sofern noch Guthaben auf der Karte ist.

So gilt zum Beispiel die mywirecard ab 12 Monaten der Nichtnutzung als Inaktiv. Gleiches gilt bei Neteller ab 14 Monaten. Die daraufhin erhobenen Gebühren betragen bis zu 30€ im Jahr. Sollte kein Guthaben mehr auf der Karte sein, ist die Gebühr jedoch irrelevant, da kein Minus-Saldo entehen kann.

bekanntheit mobiler Bezahlverfahren

Mobile-Payment-Anbieter sind in Deutschland noch weitgehend unbekannt!

In einer Umfrage gaben immerhin 65% der Nutzer an, das Bezahlsystem PayPal bereits zu nutzen. Alle anderen Anbieter auf dem Markt für mobiles Bezahlen sind noch weitgehend unbekannt.

Jeweils zwei Drittel der Berfragten gab an, weder von mpass noch von wirecard bisher gehört zu haben. Nur etwa 2% nutzten die entsprechenden Dienstleister.

Auch Apple-Pay wurde nur von etwa 2% der Teilnehmer eingesetzt. Allerdings hatte bereits die Hälfte vom System zumindest gehört.

Welche Angebote gibt es auf dem Markt?

Der Markt von virtuellen Kreditkarten ist bisher noch recht klein. Daher ist es möglich, alle Anbieter im Überblick zu vergleichen.

Die bekannteren Angebote gibt es von der wirecard Bank (mywirecard, mpass), der netbank und von neteller. Bei letzteren handelt es sich im Grunde genommen sogar um ein Online-Konto (ähnlich PayPal), bei dem zusätzliche Optionen für den Zahlungsverkehr bestehen.

Alle Anbieter haben dabei ihre Vor- und Nachteile. Außerdem verändern sich die Konditionen der einzelnen Anbieter ständig. Einige Angebote (wie zum Beispiel die YUNA Card) sind bereits wieder vom Markt verschwunden. Eines haben die verschiedenen Anbieter jedoch gemein: Alle virtuellen Kreditkarten basieren auf dem System von MasterCard.

mywirecard MasterCard

Web, Internet, Account

Die mywirecard ist ein Angebot der deutschen mywirecard Bank. Das börsennotierte Finanzdienstleistungs-Unternehmen mit Sitz in Bayern existiert bereits seit 1999.

Die mywirecard existiert bereits seit 2006. Das Unternehmen hat sich insbesondere auf Online- und NFC- Geldtransfer spezialisiert. Das Unternehmen hat zusätzlich eine weitere virtuelle Kreditkarte im Angebot – die mpass MasterCard.

Die Konditionen der mywirecard im Überblick:

•    0€ Jahresgebühr, dauerhaft
•    Auslandseinsatzgebühren: 1,5% in Fremdwährung
•    Aufladungen: 1€ pro Überweisung, 1€ pro Sofortüberweisung, 4% Baraufladungen
•    Geld senden an Referenzkonto: 1€
•    Optionale Plastikkarte: 24,90€ Jahresgebühr, 5€ Versand, 2% (mind. 4,50€) Bargeldgebühren

mpass MasterCard

Handy, Mobile

Die zweite virtuelle Kreditkarte im Portfolio der mywirecard Bank ist die mpass MasterCard. Die virtuelle Kreditkarte wurde in Zusammenarbeit mit O2, Vodafone und Telekom entwickelt.

Große Besonderheit des Angebotes ist der zugehörige NFC-Sticker (Maestro PayPass), mit dem mittlerweile in über 30.000 Geschäften (Aldi, Kaufhof, McDonalds, Saturn, etc.) bezahlt werden kann. Dieser kann an eine beliebige Stelle (z.B. Rückseite des Smartphones) geklebt werden.

Weiter Konditionen der mpass MasterCard im Überblick:

•    0€ Jahresgebühr, dauerhaft
•    Auslandseinsatzgebühren: 1,5% in Fremdwährung
•    Aufladung kostenlos (Überweisung, Sofortüberweisung, Gutschein)
•    Auf Wunsch: Aufladung per Lastschrift (Bonitätsprüfung erforderlich!), kostenlos
•    Geld senden an Referenzkonto: 0€
•    Auch offline einsetzbar durch NFC-Sticker
•    Kostenlose App, die Zahlungen per mTan und Handynummer ermöglicht
•    Mindestalter von 18 Jahren und aktuell laufender Handyvertrag sind Voraussetzung

Virtuelle Kreditkarte der netbank

Kind unter 18

Die netbank (bis 01.07.2016 Netbank AG) ist Teil der Augsburger Aktienbank AG. Bekannt wurde die netbank als erste reine Internetbank (ohne Filial-Netz) Deutschlands.

Anders als die Konkurrenz auf dem Markt für virtuelle Kreditkarten werden Jahresgebühren für die Karte erhoben. Dafür sind jedoch einige zusätzliche Optionen für Kunden verfügbar.

Alle Konditionen im Überblick:

•    7,50€ Jahresgebühr, dauerhaft
•    Auslandseinsatzgebühren: 1,5% in Fremdwährung
•    Aufladung per Überweisung oder Dauerauftrag kostenlos
•    Bereits ab 14 Jahren zu beantragen
•    Optional: Jugendschutzfunktion (z.B. Höhe der täglichen Ausgabebeträge und Abhebungen im Onlinebanking)

Net+ Virtual Prepaid MasterCard

Vorwärts, Überweisung

Der internationale Online-Banking-Dienstleister neteller bezeichnet sich selbst als führendes Unternehmen im Online-Geldtransfer.

Das System des Unternehmens ähnelt dabei der ehemaligen ebay-Tochter PayPal. Inhaber eines neteller-Accounts können unter anderem mehrere virtuelle Kreditkarten beantragen.

Konditionen:

•    0€ Jahresgebühren, dauerhaft
•    Auslandseinsatzgebühren: Bis zu 3,09% (für Basic-Kunden)
•    Aufladung per Überweisung kostenlos
•    Alternative Aufladung per paysafecard (psc), bitcoin, Kreditkarte, u.a. (kostenpflichtig https://www.neteller.com/de/fees)
•    2,50€ pro zusätzlicher Karte
•    Nur 720€ maximales Limit pro Karte
•    Optional: Plastikkarte für einmalig 10€ Versand- und Bearbeitungsgebühr

Wie kann ich Geld auf meine virtuelle Kreditkarte laden?

Wichtig bei der Auswahl der passenden virtuellen Kreditkarte ist Auswahl an verschiedenen Auflade-Möglichkeiten des jeweiligen Angebots.

Hier gibt es durchaus Unterschiede bei den jeweiligen Anbietern. So ist die Aufladung per Überweisung vom Girokonto bei jedem Anbieter möglich und meist sogar Voraussetzung (zumindest bei der Erstaufladung) für die Legitimation.

Zudem ist in der Regel eine kostenlose Aufladung per Sofortüberweisung möglich. Lediglich die mywirecard MasterCard verlangt 1€ an Gebühren für die Aufladung per (Sofort-)Überweisung. Dafür bietet die Karte als einziger Anbieter in Deutschland eine Baraufladung an.

Die größte Anzahl an Aufladungs-Alternativen hat eindeutig neteller im Angebot – hier kann Guthaben sogar über eine paysafecard oder bitcoins vorgenommen werden. Leider fallen dort für die verschiedenen Varianten teilweise hohe Gebühren an.

Eine Aufladung per PayPal ist mittlerweile bei keinem Anbieter virtueller Kreditkarten mehr möglich.

Baraufladung

Eigenkapital, Geld, Bargeld

Die Möglichkeit zur Baraufladung bietet zurzeit lediglich die mywirecard MasterCard. Dafür werden jedoch 4% an Gebühren erhoben.

Entsprechende Einzahlungen können zum Beispiel bei einer Vielzahl von Tankstellen und kleineren Geschäften vorgenommen werden. Einen Überblick über mögliche Einzahlungs-Stellen gibt es hier. Für die Baraufladung werden Gebühren in Höhe von 4% fällig. Bei einer Einzahlung von beispielsweise 50€ landen also lediglich 48€ auf der Karte.

Überweisung

Vorwärts, Überweisung

Die Möglichkeit, Geld vom Girokonto auf die virtuelle Kreditkarte zu überweisen, ist bei jedem Anbieter virtueller Kreditkarten verfügbar.

In der Regel ist die Einzahlung per Überweisung sogar nötig, um den Benutzer zu legitimieren, bzw. eindeutig identifizieren zu können. Damit soll die Möglichkeit zu Geldwäsche vermieden werden. Die Höhe der ersten Einzahlung darf deshalb 100€ nicht übersteigen. Überweisungen sind dabei mit Ausnahme der mywirecard MasterCard (1€/Überweisung) bei allen Anbietern kostenlos möglich.

SOFORTÜberweisung

Belastung, Blitz, Sofort

Bei der Sofortüberweisung handelt es sich um ein Bezahl-System der Sofort GmbH mit Sitz in Bayern, die im Jahre 2005 gegründet wurde.

Der Verkäufer von Waren erhält bei Nutzung einer Sofortüberweisung umgehend eine Zahlungsbestätigung und behandelt die (eigentlich erst später) eingehenden Zahlungen wie Vorkasse. Somit werden Waren und Dienstleistungen sofort freigegeben.

Sofortüberweisung ist bei jedem Anbieter virtueller Kreditkarten kostenlos möglich. Einzig bei Überweisungen mit der mywirecard MasterCard werden 1€ pro Überweisung an Gebühren erhoben.

Lastschrift & Dauerauftrag

Leasing - Tausch

Besonders komfortabel ist die Zahlung per Lastschrift (Bankeinzug). Allerdings gibt es ein entsprechendes Angebot nur bei erfolgreicher Bonitätsprüfung.

Das Angebot, per Lastschrift zu zahlen, hat momentan lediglich die mpass MasterCard. Sollte die Option gewählt werden, muss vorher jedoch die Bonität des Kunden mithilfe einer SCHUFA-Abfrage überprüft werden.

Die Möglichkeit, per Dauerauftrag Guthaben auf die virtuelle Kreditkarte aufzuladen, bietet die netbank. Dadurch eignet sich die Karte prinzipiell sogar als Taschengeldkonto.

Bezahlen per Handyrechnung

Handy, Mobile

Das Aufladen der virtuellen Kreditkarte über die Handyrechnung ist im Moment leider nicht möglich.

Dafür besteht zum Beispiel mit der mpass MasterCard die Möglichkeit, eine Zahlung allein mithilfe des Smartphones zu tätigen. Dazu genügt die Handynummer, das Passwort und die mTan, die per SMS eingeht. Die Liste der kooperierenden Online-Shops ist allerdings noch recht kurz.

Aufladung per paysafecard

Kreditkarte, Partner, Kreditkarten, Partnerkarte, Partnerkreditkarte

Paysafecards (psc) sind Prepaid Karten mit Guthaben bis zu 100€, die an zahlreichen Shops und Tankstellen in Deutschland (Edeka, Esso, Shell, etc.) und weltweit erworben werden können.

Die Karte kann danach zum Bezahlen in einer Vielzahl von Webshops genutzt werden. PSC’s haben sich vor allem im Online-Gaming-Bereich als Zahlungsmittel durchgesetzt.

Das Aufladen der virtuellen Kreditkarte mit paysafecards ermöglicht momentan nur neteller. Allerdings werden dabei Gebühren von 7% fällig. Bei Kauf einer paysafecard mit 50€ Guthaben landen so nur 46,50€ auf dem neteller Konto.

Aufladen per PayPal?

Paypal

Das Aufladen per PayPal war anfangs bei einigen virtuellen Kreditkarten möglich. Allerdings bietet diesen Service mittlerweile keiner der Anbieter mehr.

Dafür arbeitet PayPal offensichtlich zurzeit selbst an einem entsprechenden System, um virtuelle MasterCards anzubieten. Laut firmeneigener Website ist der Betatest sogar bereits abgeschlossen.

Wofür ist eine virtuelle Kreditkarte nützlich?

Traditionell eignen sich virtuelle Kreditkarten ausschließlich für Telefonbuchungen und Online Einkäufe, da eine Plastikkarte für den Einsatz im Einzelhandel nicht vorhanden ist.

Das Aufkommen von Telefonbestellungen ist in den letzten Jahren allerdings stark zurückgegangen. In Frage kommen hier zum Beispiel Urlaubsbuchungen – obwohl hierbei das Limit von 2.500€ pro Jahr bedacht werden sollte.

In Zeiten von Online-Gaming und Smartphones hat sich die virtuelle Kreditkarte zudem als Zahlungsmittel in einer Vielzahl von App-Stores und Webshops etabliert.

Da einige virtuelle Kreditkarten bereits unter 18 Jahren verfügbar sind, existiert zudem die Möglichkeit, die Karte als Taschengeldkonto einzusetzen.

Online Einkäufe

Onlineshopping

Virtuelle Kreditkarten können in jedem Online-Shop genauso eingesetzt werden, wie normale Kreditkarten in Plastik-Form.

Dabei entstehen bei der Zahlung keinerlei Nachteile. Für alle, die ihre Kreditkarte ausschließlich für Online Einkäufe einsetzen wollen, ist eine virtuelle Kreditkarte also durchaus eine Alternative.

Aber Achtung: Nur weil keine Kreditkarte in Plastikform vorhanden ist, können die Daten trotzdem missbraucht werden. Ein Einkauf in einem unseriösen Internet-Handel reicht, um sein Guthaben womöglich los zu sein. Allerdings ist die Höhe des Verlustes durch die Prepaid Funktion entsprechend begrenzt.

iTunes & iOS App Store

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Um seine Apple-Produkte mit Apps, Musik oder Filmen zu füttern, ist ein Konto bei iTunes fast schon unerlässlich.

Die Zahlungsmöglichkeiten im iOS-App Store sind allerdings ziemlich eingeschränkt. Als Zahlungsmethoden werden lediglich Kreditkarten, Handyrechnung und Geschenkgutscheine akzeptiert. Selbst für Zahlungen mit PayPal muss eine Kreditkarte hinterlegt sein.

Da nicht alle Nutzer, die Möglichkeit haben, mithilfe der Handyrechnung zu bezahlen, kann eine virtuelle Kreditkarte durchaus zur lohnenswerten Alternative für die Zahlung bei iTunes sein.

Google Play Store (Android Apps)

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Auch für den Google Play Store (Android Apps) werden einige Zahlungsmethoden (wie Überweisung) nicht unterstützt.

Eine Alternative ist dabei zum Beispiel eine virtuelle Kreditkarte. Allerdings kommt es womöglich auch hier zu Problemen, da diese von den Zahlungsmitteln ausgenommen sind. Ob die Zahlung trotzdem klappt, hängt mit dem hinterlegten Kreditkartentyp zusammen, der aus den ersten 6 Zahlen der Kreditkartennummer abgeleitet werden kann.

PlayStation Network (PSN)

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Im PlayStation Network von Sony können neben zahlreichen Spielen und Zusatzinhalten (PlayStation Plus-Mitgliedschaft) für Konsolen auch Filme und Musik erworben werden.

Anders als im iTunes Store steht hier ebenso die Zahlung per PayPal zur Verfügung. Für alle, die kein PayPal Konto haben, ist eine virtuelle Kreditkarte durchaus eine Alternative für Zahlungen im PSN.

Als Taschengeldkonto

Jugendlicher, Kind, kleiner Mensch

Die netbank bewirbt ihre virtuelle Kreditkarte bewusst als Taschengeldkonto für Jugendliche.

Eine Beantragung der virtuellen Kreditkarte ist bereits ab 14 Jahren möglich. Die Jahresgebühren von 7,50€ im Jahr halten sich ebenso in Grenzen. Dafür ist zum Beispiel die Aktivierung der Jugendschutzfunktion möglich.

Damit können Eltern die Ausgaben ihrer Kinder kontrollieren und monatliche Limits einstellen. Die Aufladung mit Guthaben ist zum Beispiel bequem per Dauerauftrag möglich und verursacht keine weiteren Kosten.

Vertrag unterzeichnen, Makler, Bank, Grundbuch

Kreditkarte als Taschengeldkonto?

Nur etwa 1% der 14- bis 19-Jährigen in Deutschland sind im Besitz einer Kreditkarte. Einige Kreditkarten auf Prepaid-Basis sind jedoch bereits teilweise ab dem 7. Lebensjahr erhältlich.

Für die nötige Kontrolle der Eltern über die Ausgaben ihres Nachwuchses sorgen dabei praktische Kinder- und Jugendschutzfunktionen, die den Einsatz der Karten einschränken kann.

Gerade für das Erlernen eines selbständigen Umgangs mit Geld kann eine Kreditkarte also durchaus eine Alternative zum Taschengeld in bar sein. Insbesondere für Klassenreisen und den Einsatz in Webshops gibt es hier einige Gründe, die für eine (virtuelle) Kreditkarte sprechen.

Für wen lohnt sich eine virtuelle Kreditkarte?

Virtuelle Kreditkarten sind im Moment lediglich für einen kleinen Nutzerkreis sinnvoll. Der Traum von der anonymen Zahlung in Sekundenschnelle platz in der Realität recht schnell. Die wirklichen Vorteile im Vergleich zu gewöhnlichen Prepaid Kreditkarten sind gering.

Denn wirklich anonym ist die Zahlung nur bei einem Limit bis zu 100€. Hier wird lediglich der Name für die Verifizierung verlangt. Bis zu einem Einzahlungslimit von 2.500€ im Jahr wird für die Legitimation eine Einzahlung über ein deutsches Girokonto nötig. Das erklärt ebenso, warum virtuelle Kreditkarten nicht wirklich sofort Verfügbar sind. Die Daten werden zwar in der Regel umgehend mitgeteilt, das Konto muss zunächst jedoch aufgeladen werden – und das dauert mindestens einen Tag, häufig sogar länger.

Auch der Sicherheitsaspekt ist nicht unbedingt ausschlaggebend: Zwar kann die Karte tatsächlich nicht verloren gehen oder gestohlen werden, ein Missbrauch der Daten ist allerdings auch beim reinen Online-Shopping möglich. Wer Interesse an Kreditkarten für den Gelegenheits-Einsatz hat, sollte sich einige kostenlose Angebote wie die Advanzia MasterCard Gold ansehen. Auch gewöhnliche Prepaid Kreditkarten (z.B. von Wüstenrot) kommen in Frage und sind häufig attraktiver.

Empfehlung

Wirklich attraktiv auf dem Markt der virtuellen Kreditkarten ist lediglich die mpass MasterCard von der mywirecard Bank. Die Kombination aus geringen Kosten und NFC-Sticker machen die Karte durchaus für all diejenigen attraktiv, die mit 2.500€ im Jahr auskommen. Einzige Alternative auf dem Markt mit ähnlichem Sytem: Die N26 MasterCard (allerdings in Verbindung mit einem Girokonto).

Aufladungen kosten nichts und mithilfe des individuell verwendbaren NFC-Stickers kann die virtuelle Kreditkarte auch im Einzelhandel eingesetzt werden. Die Zahlung per Handynummer und mTan ist ebenso möglich. Ob sich das System jedoch durchetzt, wird die Zukunft zeigen.

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